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Tierversuche sind grausam und unsinnig

Sie werden mit Elektroschocks traktiert, ihre Organe werden zerstört, sie werden vergiftet und verstrahlt, sie werden mit Viren, Bakterien und Parasiten infiziert, ihre Gehirne werden geschädigt, sie werden ertränkt, verbrannt oder verbrüht, sie werden chirurgisch verstümmelt. Affen, Katzen, Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse und viele andere Tiere. Am Ende der Versuche werden nahezu alle Tiere getötet. Bundesweit waren es im Jahr 2015 fast drei Millionen Tiere, die in deutschen Labors litten und starben.

Das Leid der Affen

Im Fokus stand dieses Jahr das Leid der Affen:

  • München, wo Paviane in der Xenotransplantation an der Abstoßungsreaktion qualvoll sterben, nachdem ihnen Herzen von genmanipulierten Schweinen transplantiert wurden,

  • Münster, wo bei der Firma Covance, dem größten "Affenverbraucher" Deutschlands,  jedes Jahr tausende unsere nächsten Verwandten in grausamen Giftigkeitsprüfungen zu Tode kommen,

  • Tübingen, wo am Max-Planck-Institut für Biologische Kybernetik und drei anderen Einrichtungen Rhesusaffen jahrelang  unbeschreibliches Leid in der Hirnforschung ertragen müssen.  

Die Affen, die in den Laboren dieser drei Städte leiden und sterben, stehen dabei stellvertretend für alle anderen Affen, Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde, Katzen, Fische, Schweine, Tauben und viele andere Tiere, die in den Laboren in aller Welt für eine fehlgeleitete medizinischen Forschung ihr Leben lassen.

Tiere sind keine Modelle

Im Tierversuch werden Tiere als „Modellorganismen“ zu Messinstrumenten degradiert, die nach Gebrauch weggeworfen werden. Doch Tiere sind fühlende, leidensfähige Lebewesen, die Schmerz, Leid und Angst empfinden wie wir. Tierversuche und eine ethisch vertretbare Medizin und Wissenschaft schließen sich aus. Tierversuche sind aber nicht nur aus ethischen Gründen abzulehnen, sondern auch, weil sie wissenschaftlich unsinnig sind.

Tierversuche sind unsinnig

Tiere und Menschen unterscheiden sich hinsichtlich Anatomie, Physiologie und Stoffwechsel wesentlich voneinander. Selbst Tiere verschiedener Arten können auf Chemikalien und Medikamente ganz unterschiedlich reagieren. Nach der Durchführung eines Tierversuchs kann nicht vorausgesagt werden, ob Menschen genauso oder anders reagieren werden. Die vielen aufgrund von Tierexperimenten für sicher gehaltenen Medikamente, die beim Menschen schwerwiegende oder gar tödliche Nebenwirkungen hervorriefen, sind ein Beweis dafür, dass sich die Ergebnisse von Tierversuchen nicht mit der nötigen Zuverlässigkeit auf den Menschen übertragen lassen. Allein in Deutschland gehen 58.000 Todesfälle auf das Konto von Arzneimittelnebenwirkungen.

Im Tierversuch werden die Krankheiten des Menschen auf Symptome reduziert und bei Tieren künstlich hervorgerufen. Sofern sie überhaupt gelingt, wird schon diese künstliche Erzeugung eines Defektes beim Tier als großer Erfolg in den Medien gefeiert. Beispielhaft sei hier die „Krebsmaus“ genannt. Durch Manipulation des Erbguts entwickeln diese Tiere bösartige Tumore. In den letzten 20 Jahren wurden hunderte Behandlungsmethoden „erfolgreich“ an Krebsmäusen getestet – doch beim Menschen versagten sie alle.

Wichtige Aspekte der Krankheitsentstehung wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, Verwendung von Suchtmitteln, schädliche Umwelteinflüsse, Stress, psychische und soziale Faktoren werden nämlich bei dieser Art der Forschung vollkommen außer acht gelassen. Ergebnisse aus Studien mit Tieren sind daher irreführend und irrelevant.

Es muss endlich Schluss sein mit Tierversuchen!

Wir fordern von der Politik, öffentliche Gelder nicht länger in eine ethisch inakzeptable und medizinisch unsinnige Forschung zu stecken. Stattdessen muss die tierversuchsfreie Forschung mit menschlichen Zellkulturen, Mikrochips und Bevölkerungsstudien ausgebaut werden. Wir fordern ein gesetzliches Verbot von Tierversuchen, um den Weg frei zu machen, für eine moderne, tierversuchsfreie Medizin und Wissenschaft des 21. Jahrhunderts.

Weitere Infos >>


 

Silent Triangle 2017


München
Ort: Richard-Strauss-Brunnen/Neuhäuser Str. 8
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Münster
Ort: Stubengassenplatz 11-17
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Tübingen
Ort: Am Markt
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